Kurz gesagt

Was eine Baumfällung kostet, hängt vor allem von Höhe und Stamm des Baums, vom Platz rundherum und von der nötigen Technik ab. Ein freistehender kleiner Baum ist schnell gefällt, ein großer Baum direkt am Haus braucht einen ganzen Tag und Spezialtechnik. Seriöse Preise nennt ein Fachbetrieb erst nach einer Besichtigung. Hinzu kommen gegebenenfalls Gebühren der Stadt und eine Ersatzpflanzung.

Wir nennen auf dieser Seite bewusst keine Preisspannen. Pauschale Zahlen aus dem Internet passen selten zum eigenen Baum und führen eher zu falschen Erwartungen. Stattdessen erklären wir, was den Preis bestimmt, damit Sie Angebote einschätzen können.

Baumhöhe

Die Höhe bestimmt, wie viele Arbeitsschritte nötig sind. Kleine Bäume bis etwa 10 Meter lassen sich oft vom Boden oder mit einer Leiter bearbeiten. Größere Bäume müssen bestiegen oder mit Bühne oder Kran erreicht werden. Mit jedem Meter steigen Zeit, Personal und Menge an Schnittgut.

Stamm und Holzmenge

Ein dicker Stamm bedeutet mehr Holz, schwereres Gerät und mehr Aufwand beim Abtransport. Auch die Holzart spielt eine Rolle: Hartholz wie Eiche oder Buche ist schwerer zu schneiden und zu bewegen als Weichholz.

Zugang, Gebäude und Hindernisse

Der größte Kostentreiber ist oft der Platz. Steht der Baum frei und darf in eine Richtung fallen, ist die Fällung vergleichsweise einfach. Steht er nahe am Haus, über Leitungen, an der Grundstücksgrenze oder in einem engen Innenhof, muss er Stück für Stück von oben abgetragen werden. Die Teile werden abgeseilt, damit nichts beschädigt wird.

Weitere Faktoren:

  • Zufahrt für Fahrzeuge und Häcksler
  • Weg vom Baum zur Straße, etwa durch Haus oder Garten
  • Absperrung des Gehwegs oder der Straße, gegebenenfalls mit Genehmigung der Stadt

Technik: Seilklettern, Bühne oder Kran

  • Seilklettertechnik: Baumpfleger steigen mit Seilen in den Baum. Flexibel, auch in engen Gärten, aber zeitaufwendig bei großen Bäumen.
  • Hubarbeitsbühne: schneller, braucht aber eine befahrbare Zufahrt und festen Boden.
  • Kran: für große Bäume über Gebäuden. Teuer in der Miete, spart aber Zeit, weil große Stücke am Stück abgehoben werden.

Welche Technik passt, entscheidet der Fachbetrieb bei der Besichtigung.

Entsorgung und Wurzelstock

  • Entsorgung: Abtransport von Stamm, Ästen und Häckselgut. Behalten Sie das Holz, sinken die Kosten.
  • Wurzelstock: Der Stubben bleibt nach der Fällung stehen. Das Ausfräsen wird meist separat berechnet und hängt vom Durchmesser und von der Zugänglichkeit ab.

Genehmigung und Ersatzpflanzung

Ist der Baum geschützt, kommen die Kosten der Stadt hinzu. In Düsseldorf beträgt die Gebühr 76 Euro bei Genehmigung und 57 Euro bei Ablehnung. Die Stadt kann außerdem eine Ersatzpflanzung oder eine Ausgleichszahlung verlangen, deren Höhe sich nach dem Wert des gefällten Baums richtet. Das kann je nach Baum ein Vielfaches der Gebühr ausmachen.

Grenzen einer Online-Schätzung

Viele Kostenfaktoren sieht man erst vor Ort: morsches Holz, versteckte Leitungen, eine schwierige Fallrichtung oder Tiere im Baum. Ein Online-Rechner kann deshalb nur grob einordnen. Verlassen Sie sich für die Planung auf schriftliche Angebote nach Besichtigung.

Angebote vergleichen

Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und prüfen Sie, ob sie Folgendes enthalten oder getrennt ausweisen:

  • Fällung und eingesetzte Technik
  • Entsorgung von Holz und Schnittgut
  • Ausfräsen des Wurzelstocks
  • Absperrung und eventuelle Genehmigungen für den öffentlichen Raum
  • Anfahrt
  • Nachweis der Betriebshaftpflicht

Ein günstiges Angebot ohne Entsorgung ist am Ende oft teurer als ein vollständiges.

Häufige Fragen

Warum nennen Sie keine Preise?

Weil die Unterschiede zwischen zwei Bäumen gleicher Höhe sehr groß sein können. Belastbare regionale Preise veröffentlichen wir erst, wenn wir genug echte Angebote auswerten können.

Wird es günstiger, wenn ich das Holz behalte?

Meist ja, weil Abtransport und Entsorgung wegfallen. Sagen Sie dem Betrieb vorher, in welcher Länge Sie das Holz haben möchten.

Wer zahlt die Fällung, wenn der Baum des Nachbarn auf mein Grundstück ragt?

Grundsätzlich ist der Eigentümer des Baums zuständig. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Nachbarn. Fällen dürfen Sie den Baum nicht selbst.